Doris Gross im Interview: Der erfolgreiche Weg zu Mrs Globalicious

In diesem Monat habe ich die Rubrik Interview auf www.biz-woman.com gestartet. In der neuen Interview Episode spreche ich mit Doris Gross, über ihr Online Magazin „Mrs Globalicious“, in dem sie über die Selbstverwirklichung von Frauen schreibt.

Stell Dich doch kurz vor…

Ich bin Doris, Journalistin, Bloggerin und Autorin. Ich komme ursprünglich aus Baden-Württemberg, wohne aber derzeit in der Schweiz. Ich bin ein Selbstverwirklichungsjunkie wie er im Buche steht und die Gründerin von Mrs Globalicious, einem Online-Magazin für Frauen mit Selbstverwirklichungsdrang.

1. Wie kamst du auf die Idee von mrsglobalicious.com?

Das Mrs Globalicious Magazin ist ein Endresultat aus vielen Versuchen meine Leidenschaft des Schreibens mit dem Wunsch nach Selbstverwirklichung zu vereinen. Aber Mrs Globalicious war nicht immer das, was es heute ist: vor rund zwei Jahren war es mehr ein Lifestyle- und Reiseblog, in dem ich so alles thematisch aufgetischt habe, was ich spannend fand – ohne jegliche spezifische Ausrichtung. Nach und nach verspürte ich aber immer mehr, dass es mir persönlich wichtiger wurde, nicht nur irgendetwas zu schreiben, sondern wirklich eine Kernaussage zu vertreten und ein Statement zu setzen.

Ich spielte damals schon mit dem Gedanken, mich mit meiner Leidenschaft selbstständig zu machen. Mir fehlten aber im Deutschsprachigen Raum die Leitwölfe, die Vorreiter und die Menschen, die mir zeigten, dass ich mit meinen Ängsten, Sorgen und Zweifeln nicht alleine dastand. Ich fand niemanden, der mir exakt Antworten auf die Fragen geben konnte, die mich tatsächlich beschäftigten. Technisch und betriebswirtschaftlich gesehen wurde ich zwar dank des Internets mit Informationen bis zum Ersticken versorgt, was ich aber brauchte, war etwas, dass mich mental darauf vorbereitete. Etwas, dass mir das richtige Mindset verpasste. Also beschloss ich zum einen, mich selbst ins kalte Wasser zu schmeissen und in Eigenregie zu lernen und zum anderen, meine Lernmomente und Erfahrungen mit den Frauen zu teilen, die wie ich nach Antworten suchten.

Ich suchte mir einen Life-Coach, der mir dabei helfen sollte und der mir tatsächlich auch zeigte, dass alles halb so schlimm ist, wenn man nur bereit ist, bestimmte Hemmschwellen zu überschreiten. Sie sagte mir immer wieder, dass es mir enorm helfen würde, wenn ich genau weiss, wen ich vor mir habe oder was ich erreichen wollte. Um meine Ziele erreichen zu können, sollte ich mir mein perfektes Ich in fünf Jahren vorstellen und fokussieren. Damit war Mrs Globalicious sozusagen geboren. Heute ist sie nicht nur Namensgeberin des Magazins, sondern stellvertretend auch die fiktive Persönlichkeit, die das perfekte Ich eines jeden Lesers widerspiegeln soll – wie auch immer das aussehen mag.

2. Woher nimmst du deine Ideen für deine Beiträge?

Viele meiner Beiträge entstehen aufgrund von persönlichen Momenten, mit denen ich selbst vor kurzem erst zu kämpfen hatte oder die, die mich in irgendeiner Weise beschäftigen. Zum grossen Teil basieren sie aber immer auf Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe und sind weniger fachlich.

Ausserdem lese ich sehr viel, lasse mich von erfolgreichen Unternehmerinnen inspirieren und schaue mir meine Leserschaft genau an. Ich höre viel zu und versuche herauszufinden, was sie beschäftigt, wo sie Probleme haben und wie ich ihnen eventuell helfen kann. Sehr oft ist es gar nicht nötig, dass Rad neu zu erfinden. Im grossen Ganzen kämpfen viele ja mit den gleichen Problemen und die Frage ist immer nur, in welcher Art und Weise hat man selbst eine Lösung dafür gefunden.

3. Welches persönliche und unternehmerische Ziel verfolgst du mit mrsglobalicious.com?

Persönlich gesehen ist Mrs Globalicious ganz klar eine Wertschätzung an mich selbst. Ich war früher ein sehr labiler Mensch und habe alles immer gleich persönlich genommen. Ich habe mir immer sehr viele Gedanken darum gemacht, was andere über mich denken und wie ich es allen Recht machen kann. Heute ist das anders: ich bin zwar nach wie vor sehr emotional, aber ich gebe weniger auf die Meinung anderer und habe gelernt, dass ich niemandem Rechenschaft darüber schuldig bin, was meine Entscheidungen betrifft.

Ich habe mir alles in Eigenregie aufgebaut und mich selbst durch den Lernprozess von Dingen, von denen ich vorher keine Ahnung hatte, gekämpft. Ich stand wirklich oft verzweifelt und kurz davor das Handtuch zu schmeissen. Heute bin ich aber froh, dass wir beide, Mrs Globalicious und ich, noch da sind.

Das Magazin kann man daher wie eine Trophäe an mich selbst sehen, die mir immer und immer wieder zeigt, dass es möglich ist, sich Träume zu erfüllen und dass ich dazu niemanden brauche, geschweige denn, das Einverständnis dafür.

Unternehmerisch gesehen ist es sicherlich langfristig mein Ziel, es zu einer erfolgreichen Plattform hochzuziehen, die einen wertvollen, motivierenden und inspirierenden Einfluss auf Frauen mit Selbstverwirklichungsdrang hat. Mein Wunsch ist es, irgendwann auf meine Leser einen so positiven Einfluss zu haben, wie es mein Coach damals auf mich hatte. Manchmal braucht man einfach einen Cheerleader, der einen versteht und wo man immer das Gefühl hat, mit seinen Sorgen gut aufgehoben zu sein – ob in Form einer einzelnen Person oder einer grösseren Gruppe von Gleichgesinnten. Mein Plan ist es auch, mit Mrs Globalicious eines Tages auf internationaler Ebene als wertvolle Ressource von Erfahrungen, Tipps und Erfolgsstories vertreten zu sein.

 

www.mrsglobalicious.com

 

4. Welche Reaktionen erhältst du bei neuen Artikeln?

Das ist ziemlich unterschiedlich. Es gibt sicherlich manche, die besser ankommen als andere. Aber pauschal gesehen, ist die Resonanz immer recht gut. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich eben im Vorfeld meinen Lesern eine Stimme gebe, ihnen zuhöre und dann in meinen Berichten auf ihre Bedürfnisse eingehen kann.

Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass persönliche Artikel, in denen es wirklich darum geht, wie ich es gemacht habe, besser ankommen, wie Artikel, wo ein Thema rationaler behandelt wird.

5. Welche Voraussetzungen musst du haben, um gute Artikel schreiben zu können?

Ruhe und einen freien Kopf. Über die Jahre habe ich gelernt, dass ich nur dann gut schreiben kann, wenn ich alleine, ungestört und mit offenem Herzen meinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Tage, an denen ich gestresst bin, krank oder innerlich aufgewühlt, enden schreibtechnisch in einer Katastrophe. Dann geht gar nichts mehr. Wenn ich schreibe, dann muss ich das Gefühl haben, ich sitze einer sehr guten Freundin gegenüber und erzähle ihr ohne jegliche Hemmschwelle was in mir vorgeht und was mich beschäftigt.

6. Wie bewirbst du deine Beiträge nach der Veröffentlichung?

Ich nutze hauptsächlich meine Social Media Kanäle und sende auch wöchentlich einen Newsletter an meine Abonnenten, die dann immer ein kleines Goodie zusätzlich erhalten.

7. Welche Social Media Kanäle nutzt du?

Facebook, Twitter und Pinterest. Gelegentlich nutze ich auch Instagram und plane für die Zukunft auch eine verstärkte Präsenz auf YouTube.

8. Hast du beim Schreiben einen gewissen Stil?

Ich schreibe meine Leser direkt mit „Du“ an und versuche mir immer ein lockeres Gespräch von Angesicht zu Angesicht vorzustellen. Ich schreibe also wie ich spreche. Ich werde sogar meist so kreativ, dass ich mir ebenfalls ausmale, welche Fragen sie mir ergänzend zu diesem Thema stellen könnten. Es ist unbefriedigend für mich, wenn Leser meine Seite mit dem Gefühl verlassen, dass der Beitrag sie nicht weitergebracht hat oder sie irgendwas vermisst haben. Natürlich bin ich nicht der Messias und kann Gedankenlesen oder so, aber ich tue das beste, um mich in mein Publikum hineinzuversetzen.

9. Wie hoch ist der zeitliche Aufwand pro Woche und wie viele Artikel kommen dabei heraus?

Was allein das Schreiben der Artikel betrifft, brauche ich rund vier Stunden bis ein Artikel komplett steht. Dazu kommt dann aber noch die Auswahl und Bearbeitung der Bilder, das Aufsetzen in WordPress und je nach behandeltem Thema, ein Content-Upgrade wie Checklisten oder Worksheets, die ich kostenlos zum download anbiete. Ich veröffentliche im Moment einmal in der Woche einen neuen Beitrag auf Mrs Globalicious, was aber nicht heisst, dass ich den Rest der Woche auf Facebook surfe und mir die Haare schön mache. Ich habe noch diverse Projekte und Marketing-Strategien, die nebenbei laufen und ebenfalls sehr zeitintensiv sind. Meine Woche ist also durchaus vollgepackt und durchgeplant.

10. Hast du schon mal eine Idee wieder beerdigt? Wenn ja, warum?

Es gab sicherlich schon Ideen, die sich anfangs besser angehört, als sie dann tatsächlichen umzusetzen waren. Ich hatte beispielsweise nach meinem Auslandspraktikum in Detroit 2011 das Bedürfnis, ich müsste eine Plattform auf die Beine stellen, wo ich Möchtegern-Praktikanten helfen würde, eine bezahlte Praktikumsstelle im Ausland zu finden. Ich weiss nicht genau, wie es heute ist, aber zu der Zeit war es wirklich sehr schwierig eine Stelle im Ausland zu finden, bei der man nicht nur mehr als Kaffee kochen und kopieren durfte, sondern auch finanziell bei Wohnungssuche und dem Lebensunterhalt unterstützt wurde. Dazu muss man wissen, dass Praktikanten, wenn sie Auslandserfahrung sammeln möchten, ganz schön tief in die Tasche greifen müssen und für so ein Programm, dass nicht mal bezahlt wird, mehrere tausend Euro ausgeben müssen. Ich hatte zwar das Glück, bei einer echt tollen Firma unterschreiben zu können, aber das war leider nur mehr ein glücklicher Umstand, als die Regel.

Bei näherem Recherchieren wurde ich vor riesige organisatorische und wirtschaftliche Hürden gestellt, die ich einfach nicht stemmen konnte. Ich hätte das technische Know-How gebraucht um eine solche Webseite umsetzen zu können und die finanziellen Mittel, um eine entsprechende Software, wie ich sie mir vorstellte, finanzieren und entwickeln zu können. Wie sollte ich zudem Firmen aus dem Ausland überreden können, mit mir zusammenzuarbeiten? Nach ein paar Wochen begrub ich die Idee also mit einem beschissenen Gefühl, weil ich echt der Meinung war, so etwas würde wirklich helfen.

11. Ist jeder Arbeitstag bei dir gleich?

In den Grundzügen schon, nur die Inhalte entscheiden sich immer wieder. Ich habe für mich eine Strategie aufgesetzt, die mir helfen soll, den Überblick zu bewahren und trotzdem an jeder Ecke ein Stück voranzukommen. Meine Arbeitstage sind von Montag bis Samstag nach Thementagen strukturiert, z.B. Montag für alle Belange rund um Webdesign und Organisatorisches und am Dienstag dreht sich alles ums Schreiben von Beiträgen intern und extern. Mittwochs gehe ich meine Social Media Planung an und den Samstag nehme ich mir beispielsweise ausschliesslich Zeit zum Lesen und zur Inspiration.

12. Welchen Rat kannst du Frauen zum Start eines Business geben?

Ich denke, das wichtigste ist, dass man wirklich weiss was man will – und das möglichst detailliert. Es reicht beispielsweise nicht zu sagen: ich will selbstständig sein. Was heisst denn selbstständig? Selbstständig als Freelancer? Selbstständig mit eigenem Unternehmen? Wie soll die Firma strukturiert sein? One-Man-Show oder mittelständisches Unternehmen? Oder gleich ein grosser Konzern? Das gleiche gilt für diejenigen die sagen: ich will mehr von der Welt sehen und Reiseblogger werden. Heisst das, dass man sich komplett von der Arbeitswelt verabschiedet, alles verkauft und sich so komplett auf das Abenteuer einlässt oder reicht es schon den festen Job noch zu behalten und für mehrere Wochen im Jahr unterwegs zu sein? Als Reiseblogger kann man ebenfalls tätig sein, ohne gleich alles hinzuschmeissen.

Es ist wirklich wichtig, fokussiert zu sein und bildlich vor Augen zu haben, was man erreichen möchte. Wenn man so Wischi-Waschi-Sachen macht, läuft man schnell Gefahr an seinem Ziel vorbeizuschiessen und früher oder später vor lauter Verzweiflung mit der weissen Fahne wedelnd alles hinzuschmeissen.

13. Welchen Fehler würdest du persönlich gerne rückgängig machen?

Rückgängig machen wäre nun der falsche Begriff dafür, weil ich wirklich denke, dass alles was ich bisher erlebt habe, mich zu dem ehrgeizigen Menschen gemacht hat, der ich heute bin. Wenn ich aber mein früheres Ich treffen würde, würde ich mir selbst sagen, dass alles gut werden wird und es keinen Grund dafür gibt, sich selbst zum Mensch zweiter Klasse herunterzustufen und sich nichts zuzutrauen. Ich würde alles daran setzen, schon viel früher an mich selbst zu glauben und meinen Fähigkeiten zu vertrauen.

14. Was liebst du an deinem Blog besonders?

Dass es ein persönliches Werk ist, dass mit viel Herzblut geführt wird. Ich muss dazu folgendes sagen: Bevor ich mit dem Bloggen angefangen habe, habe ich mich noch nie für eine Sache dauerhaft so begeistert können. Ich hatte nie irgendwelche Hobbys, denen ich mit voller Begeisterung nachgehen konnte. Mrs Globalicious bedeutet mir wirklich viel, da sie mir nicht nur persönlich geholfen hat, wieder eine Richtung in meinem Leben zu finden und meine Leidenschaft zu meinem Lebensmittelpunkt zu machen, sondern auch, weil ich all das nun auch an andere Frauen weitergeben kann, die genau so straucheln, wie ich es getan habe. Mir ist immer wichtig gewesen, zu zeigen, dass ich kein Guru bin, der die Antwort und das Patentrezept auf alles hat, sondern dass ich eine von ihnen bin. Ein Mensch, der auch heute noch mit Höhen und Tiefen zu kämpfen hat, aber nun weiss, wie er damit umgehen soll.

15. Was würdest du heute anders machen, wenn du nochmal anfangen könntest?

Ganz ehrlich: nichts. Ich bin der festen Überzeugung, dass es so etwas wie Schicksal gibt und das die Dinge, die für einen bestimmt sind, nicht an einem vorbeiziehen werden. Ich bin sehr dankbar für das, was ich bisher erreicht habe und jede Erfahrung hat mich ein Stück näher zu dem gebracht, wo ich jetzt bin. Ich bin nicht arm, aber auch nicht reich. Ich bin nicht weltbekannt, aber auch nicht einsam. Und ich habe die richtigen Leute um mich – auch wenn es wenige sind. Manchmal braucht man im Leben nicht mehr, als sich selbst und das Vertrauen, dass alles gut werden wird. Man darf einfach nicht aufhören einen Schritt nach dem anderen zu gehen – auch wenn es nur kleine sind.

16. Wo siehst du dich und deinen Blog in 10 Jahren?

Das ist eine gute Frage. Darüber habe ich mir schon oft Gedanken gemacht, aber noch keine wirklich spezifische Antwort darauf gefunden. Ich bin ein sehr minimalistischer Mensch und brauche nicht viel, um glücklich zu sein. Wenn ich mir aber etwas wünschen würde, dann wäre es natürlich, dass ich weiterhin mein Leben mit den Dingen füllen kann, die ich liebe und die mich aufblühen lassen. Für Mrs Globalicious wünsche ich mir, dass das Magazin zu einer starken Marke heranwächst die für Selbstwert, Mut und für ein Abbild von Frauen steht, die sich mehr zutrauen, als das, was sie im Moment fähig sind zu geben.Doris Gross

Online Magazin: Selbstverwirklichung der Frauen

www.mrsglobalicious.com

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2017-02-24T14:57:28+00:00 By |Interview|

About the Author:

Ich bin Michaela. Selbständige Webdesignerin. Als Freelancer mit Online Business lebe und arbeite ich seit 2011 nach meinem Rhythmus. Ich zeige dir, wie du deine Selbständigkeit als Frau erreichst, verbesserst und glücklich sein kannst.

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